Neuer 3D Drucker zum Rapid Prototyping

21.01.2021

Seit Anfang Januar 2019 steht dem IEM ein Stereolithografie (SLA) 3D-Drucker der Firma Formlabs GmbH zur Verfügung. Das Modell Form 2 besitzt einen Bauraum von 145 mm x 145 mm x 175 mm und kann Schichtdicken zwischen 25 und 300 Mikrometer je nach verwendetem Material abdecken.

  Abbildung eines 3D-Druckers Urheberrecht: © IEM Form 2 3D Drucker (links) während des Druckvorgangs, Wash (Mitte) und Form Cure (rechts).

Dem Nutzer stehen verschiedene Resins von hochtemperaturfesten Materialien, über Konstruktionswerkstoffe bis hin zu flexiblen Kunststoffen zur Verfügung. Durch die Kombination mit einem Form Wash und einem Form Cure kann eine effiziente Reinigung sowie Aushärtung der Bauteile durchgeführt werden.

Die Anwendungsgebiete des Druckes am IEM reichen von Anschauungsobjekten über Bauteile zum Einsatz in Prototypen bis hin zu Werkzeugen für den Prototypenbau.

Beispielsweise konnten 3D-gedruckte Ersatzmodelle des Statorblechpaketes aus Kunststoff hergestellt werden. Diese wurden für Probewicklungen verwendet. Der Vorgang erlaubte eine schnelle Validierung des geplanten Fertigungsschrittes und eine verlässliche Abschätzung des benötigten Bauraums für den Wickelkopf. Die Ergebnisse der Vorversuche konnten früh im Entwicklungsprozess wieder in die Konstruktionsphase eingebracht und so der Reifegrad der finalen Prototypen erhöht werden. Zudem können gedruckte Bauteile direkt für den Prototypenbau eingesetzt werden. Das Herstellungsverfahren ermöglicht Formen und Konturen, die mit herkömmlichen Fräs- und Drehvorgängen schwierig oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand realisiert werden können und erlaubt so neue Freiheitsgrade im Prototypenbau innovativer Maschinenkonzepte am IEM.